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today26. November 2025
Deutschland führt weiterhin die Liste der größten Nettozahler in der Europäischen Union an – trotz einer anhaltenden Wirtschaftskrise. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln), die einen selten gewordenen Einblick in die finanziellen Ströme innerhalb des EU-Haushalts ermöglicht. Die EU-Kommission veröffentlicht entsprechende Zahlen aus politischen Gründen seit einigen Jahren nicht mehr selbst.
Demnach zahlte Deutschland im vergangenen Jahr 13,1 Milliarden Euro mehr in den EU-Haushalt ein, als es daraus erhielt. Zwar liegt dieser Wert deutlich unter den Nettozahlungen der Vorjahre – 2022 waren es noch 19,7 Milliarden Euro, 2023 rund 17,4 Milliarden Euro –, doch entspricht er wieder dem Durchschnitt der Jahre vor dem Brexit, als Großbritannien noch Teil der EU war.
Hinter Deutschland folgen Frankreich mit einem Nettobeitrag von 4,8 Milliarden Euro sowie Italien mit 1,6 Milliarden Euro. Zu den größten Nettoempfängern zählen Griechenland (3,5 Mrd.), Polen (2,9 Mrd.) und Rumänien (2,7 Mrd. Euro). Im Jahr 2023 führte Polen diese Liste mit 8,1 Milliarden Euro noch deutlich an.
IW-Expertin Samina Sultan bezeichnet den EU-Haushalt als „Spiegel der wirtschaftlichen Machtverhältnisse“. Länder mit starkem Wachstum – wie zuletzt Polen – erhielten zunehmend weniger Unterstützung. Deutschland und Frankreich hingegen gehörten aufgrund ihrer schwachen Konjunktur zu den „Sorgenkindern“ der Union, was auch an den sinkenden Nettozahlungen sichtbar werde. Für 2025 erwartet das IW einen weiteren Rückgang des deutschen Beitrags. Pro Kopf lag der deutsche Nettobeitrag im vergangenen Jahr bei rund 157 Euro und damit EU-weit an der Spitze.
Geschrieben von: Matthias Masnata
Trotz Wirtschaftsflaute: Deutschland bleibt größter Nettozahler der EU
today26. November 2025
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