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today28. November 2025
Seit inzwischen mehr als anderthalb Jahrzehnten gehört Professor Dr. Matthias Upmann zu den prägenden Persönlichkeiten im Fachbereich Life Science Technologies der TH OWL, berichtet mein Lemgo News. Mit einem Werdegang, der ihn von Antwerpen über Berlin, Zürich, Wien und Hannover führte, bringt er bis heute eine außergewöhnliche Mischung aus internationaler Forschungserfahrung, praxisnaher Lehre und enger Zusammenarbeit mit der Lebensmittelwirtschaft nach Lemgo.
Nach seinem Studium der Veterinärmedizin und einer Promotion an der Freien Universität Berlin arbeitete Upmann sowohl in der amtlichen Lebensmittelüberwachung als auch in verschiedenen Forschungseinrichtungen und der Industrie. Erfahrungen, die seine Expertise bis heute tief verankern.
Bereits in den frühen 2000er-Jahren bestand der erste Kontakt zur Hochschule: Upmann übernahm damals einen Lehrauftrag für amtliche Lebensmitteluntersuchung. 2008 folgte er schließlich dem Ruf nach Lemgo überzeugt von der familiären Lernatmosphäre, den kleinen Gruppen und vor allem vom hervorragenden Ruf der Lemgoer Fleischtechnologie.
„Die praxisnahe Ausbildung und das Interesse der Studierenden haben mich sofort begeistert“, erinnert sich Upmann. Die Chance, in einem renommierten Fachgebiet mitzugestalten, war für ihn am Ende ausschlaggebend.
Bis heute ist die Vermittlung von Wissen für Upmann das Zentrum seiner Arbeit. Der persönliche Austausch, die direkte Arbeit mit Studierenden und ihre Vorbereitung auf einen erfolgreichen Berufsstart liegen ihm besonders am Herzen. Viele seiner ehemaligen Studierenden begegnet er später als Fach- und Führungskräfte wieder Momente, die ihn jedes Mal mit Stolz erfüllen.
Auch inhaltlich bewegt sich Upmann mit der Zeit: Derzeit arbeitet er daran, KI-gestützte Elemente in die Lehre zu integrieren und verstärkt auf Selbstlernmodule sowie projektorientierte Formate zu setzen.
In seiner Forschung widmet sich Upmann Themen, die sowohl wissenschaftlich relevant als auch für die Branche hochaktuell sind: Fleischzartheit, mikrobiologische Sicherheit, Lebensmittelhistologie oder alternative Proteinquellen gehören zu seinen Schwerpunkten. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen arbeitet er aktuell an einem Antrag zur Forschung an Dry-Aged Beef. „Forschung ist das Salz in der Suppe – sie muss praxisnah sein und meine Neugier widerspiegeln“, sagt er.
Upmann ist nicht nur Forscher und Hochschullehrer, sondern auch ein wichtiger Knotenpunkt zur Lebensmittelwirtschaft. Als Geschäftsführer des LAFF (Lemgoer Arbeitskreis Fleisch + Feinkost) organisiert er Fortbildungen, diskutiert mit Fachgremien und erkennt früh, welche Entwicklungen die Branche bewegen. Diese Erkenntnisse fließen direkt in seine Lehrveranstaltungen ein – ein klarer Vorteil für die Studierenden, die früh mit realen Anforderungen des Arbeitsmarktes vertraut werden.
Auf die Frage nach seinem schönsten Erlebnis an der Hochschule nennt Professor Upmann die Eröffnung des Technikums für proteinbasierte Lebensmittel im Jahr 2024. Die große Anerkennung und Unterstützung seitens der Wirtschaft habe ihn tief berührt. Ein Moment, der zeigt, wie sehr seine Arbeit geschätzt wird innerhalb der Hochschule und weit darüber hinaus.
Geschrieben von: Florian Jäger
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