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today28. November 2025
In Lemgo sorgt erneut ein Fall mutmaßlicher Mietnomaden für Aufsehen: Ein älteres Ehepaar, das wiederholt Ferienwohnungen bewohnt haben soll ohne die fällige Miete zu zahlen ist laut einem neuen Gerichtsbeschluss berechtigt, erneut in eine Ferienwohnung zurückzukehren, berichtet die LZ.
Die Entscheidung des Amtsgericht Lemgo hat viele Vermieter irritiert: Trotz offener Forderungen und vorangegangener Auseinandersetzungen müsse der Vermieter dem Paar den Zutritt zur Wohnung wieder ermöglichen und die Schlüssel übergeben Selbst wenn man verständlicherweise „den Blutdruck kochen“ spüren könne, wie ein Vertreter des Eigentümervereins Haus‑ und Grund Eigentümerverein Lemgo sagt. Vorgehen der Mietnomaden offenbar ein Muster Vermieter klagen über erhebliche Belastung
Laut Berichten handelt es sich nicht um einen Einzelfall: Mehrere Vermieter in Lemgo hatten sich in den vergangenen Wochen über das Paar beschwert, weil dieses jeweils nicht zahlte und Wohnungen dennoch weiter nutzte offenbar mit wechselnden Identitäten und falschen Angaben.
Insbesondere Ferienwohnungen scheinen Ziel dieser Masche zu sein. Dabei nutzen die Betroffenen offenbar die rechtlichen Besonderheiten bei kurzfristigen Mietverhältnissen und Reihen sich in ein Muster ein, das Vermietern bislang wenig Schutz bietet.
Der Hintergrund für das für viele unfassbar wirkende Urteil liegt im Miet- und Räumungsrecht: Selbst wenn Mieten ausblieben, darf ein Vermieter laut Gericht nicht eigenmächtig eine Wohnung räumen oder den Zutritt verweigern selbst wenn der Verdacht auf Betrug besteht. Eine Räumung kann nur durch ein ordentliches gerichtliches Verfahren erfolgen. Das gab das Gericht deutlich zu verstehen.
In diesem Fall sah das Gericht die Darstellung der Mietnomaden als glaubhaft an das reichte, um sie erneut einzulassen. Für viele Vermieter ein bitterer Schlag: Sie sehen sich machtlos, obwohl sie oft mit offenen Forderungen, möglichen Schäden und enormem bürokratischen Aufwand konfrontiert sind.
Die Vermieter betroffen sind u.a. ein Rentnerpaar reagierten auf das Urteil mit drastischen Konsequenzen: Sie verhängten ein Hausverbot gegen das Ehepaar und wollen künftig nicht mehr vermieten. Ein deutlicher Vertrauensverlust nach dem Urteil, dem sie als unverständlich empfinden.
Damit zieht der Fall offenbar Kreise: Mehrere Vermieter überlegen nun, sich aus kurzfristigen Vermietungen zurückzuziehen aus Angst, erneut Opfer einer vergleichbaren Masche zu werden. Für den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt in Lemgo könnte das negative Folgen haben.
Geschrieben von: Florian Jäger
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