Regional

Gefühlte Sicherheit in Lemgo: Ein Ordnungsdienst auf dem Prüfstand

today28. November 2025 5

Hintergrund
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Als nach der tödlichen Messerattacke in Brake das Sicherheitsgefühl in Lemgo vieler Bürger ins Wanken geriet, rückte der Vorschlag für einen kommunalen Ordnungsdienst erneut ins Zentrum der Diskussion; berichtet die LZ. Die lokale Wählergruppe Bürger für Lemgo (BfL) fordert, dass sich Lemgo dem bestehenden Ordnungsdienst aus der Region anschließt. Ziel: Mehr sichtbare Präsenz im öffentlichen Raum, um für Ordnung zu sorgen und das subjektive Sicherheitsgefühl zu stärken.

Ihr Konzept sieht vor, dass der Dienst regelmäßig Streifen durchführt, um wie im Antrag formuliert bei Ruhestörungen, Verstößen gegen Jugendschutz und bei illegalen Müllablagerungen einzuschreiten. Ebenso könnten städtische „Hotspots“ kontrolliert werden. Laut BfL bieten andere Städte in Lippe genau diese Art der Präsenz und Kontrolle.

Doch die Stadtverwaltung macht deutlich: Ein solcher Ordnungsdienst darf nicht mit der Polizei verwechselt werden. Er könne nur unterstützend tätig sein etwa bei Ordnungswidrigkeiten, nicht jedoch bei strafrechtlich relevanten Delikten oder Gewalttaten. Damit seien die rechtlichen Möglichkeiten begrenzt.

Befürworter hoffen dennoch, dass durch mehr Kontrolle von Verkehrsverstößen, Lärmbelästigungen oder Verstößen gegen öffentliche Ordnung das Sicherheitsgefühl wächst  selbst wenn das subjektive Empfinden nicht immer objektiv messbar ist. Ob das reicht, hängt wesentlich davon ab, wie transparent und verlässlich der Dienst auftritt und wie gut Stadt und Bürger zusammenarbeiten.

Geschrieben von: Matthias Masnata

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