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Falle im Warenkorb: Polizei warnt vor professionellen Fake-Shops zum Black Friday

today26. November 2025

Hintergrund
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Der Black Friday am 28. November 2025 lockt wieder Millionen Menschen in die digitalen Einkaufswelten. Doch wo Rabatte warten, lauern auch Betrüger. Die lippische Polizei schlägt Alarm: Professionell aufgebaute Fake-Shops nehmen pünktlich zur Schnäppchenjagd Kurs auf ahnungslose Käuferinnen und Käufer, berichten Medien.

Was auf den ersten Blick wie ein seriöser Onlineshop wirkt mit echten Logos, glänzenden Gütesiegeln und überschwänglich positiven Bewertungen kann sich als perfide Betrugsmasche entpuppen. „Selbst erfahrene Online-Shopper fallen auf diese täuschend echten Seiten herein“, warnt die Polizei. Wer bezahlen möchte, sollte deshalb unbedingt einen kurzen Echtheits-Check vornehmen, bevor er auf „Bestellen“ klickt.

Woran erkenne ich einen Fake-Shop?

Die Polizei gibt klare Hinweise, wie sich Betrug entlarven lässt:

1. URL genau prüfen:
Schon ein kleiner Buchstabendreher kann eine Fälschung enttarnen. Ein hilfreiches Werkzeug: der Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentrale. Einfach den Link eingeben, Ergebnis abwarten – und bei jeder Warnung Finger weg!

2. Gütesiegel testen:
Seriöse Prüfzeichen lassen sich anklicken und führen zu einer echten Zertifikatsseite. Passiert nichts oder erscheint eine ungültige Seite, ist das Siegel höchstwahrscheinlich gefälscht.

3. Sicher bezahlen:
Rechnung oder Zahlung mit Käuferschutz bieten Sicherheit. Vorausüberweisungen auf fremde Konten? Ein No-Go denn ist das Geld einmal weg, kommt es meist nicht zurück.

4. Angebote hinterfragen:
Bewertungen sollten auf unabhängigen Plattformen geprüft werden. Ultra-billige Preise und zu perfekte Produktbilder sind verdächtig. Ein Tipp: Rückwärtssuche von Bildern – oft stammen diese aus bekannten Shops.

5. Kein Kauf unter Zeitdruck:
Countdowns, blinkende „Nur heute!“-Banner oder angeblich letzte Restbestände sollen zum Blitzkauf verleiten. Die Polizei rät: einen Moment innehalten und bei Unsicherheit lieber die Finger davon lassen.

Schon in die Falle getappt? Jetzt schnell handeln

Wer bereits gezahlt hat, sollte sofort seine Bank oder den Zahlungsdienst kontaktieren. Rückbuchungen sind manchmal noch möglich. Beweissicherung ist entscheidend: Screenshots von Angeboten, der URL, E-Mails und Zahlungsbestätigungen sollten gespeichert werden.

Anschließend gilt: Anzeige bei der Polizei erstatten und die Verbraucherzentrale informieren. So helfen Betroffene nicht nur sich selbst sondern schützen auch andere vor teuren Klicks in die Betrugsfalle.

Der Black Friday soll Freude bringen nicht Frust. Deshalb gilt in diesem Jahr mehr denn je: Erst prüfen, dann kaufen.

Geschrieben von: Florian Jäger

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