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Blutiger Angriff im Zug von Ostengland – Polizei schließt Terrorverdacht aus

today3. November 2025 5

Hintergrund
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Schock im Abendzug

Viele Reisende hielten es zunächst für einen makabren Halloween-Scherz: Zwei Männer haben am Samstagabend in einem Zug zwischen Doncaster und London mehrere Passagiere mit Messern attackiert. Erst als Panik ausbrach und Blut auf den Gängen zu sehen war, wurde das Ausmaß der Gewalt klar. Insgesamt wurden zehn Menschen verletzt, zwei davon schweben weiterhin in Lebensgefahr. Vier Verletzte konnten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.

Schnelles Eingreifen der Polizei

Laut Superintendent John Loveless gebe es derzeit keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Die Ermittlungen stünden noch am Anfang, Spekulationen über die Beweggründe seien verfrüht. Bewaffnete Beamte stürmten den Zug rund acht Minuten nach dem ersten Notruf in Huntingdon, wo die Polizei den Zug gestoppt hatte. Mit Hilfe von Tasern gelang es den Einsatzkräften, zwei Verdächtige festzunehmen – britische Staatsbürger im Alter von 32 und 35 Jahren. Beiden wird versuchter Mord vorgeworfen.

Wachsende Sorge über Messergewalt

Die Attacke hat die Debatte über zunehmende Messerkriminalität in Großbritannien erneut entfacht. Laut Innenministerium wurden in England und Wales allein im vergangenen Jahr fast 60.000 Messer beschlagnahmt oder abgegeben. Premierminister Keir Starmer hatte die Situation kürzlich als „nationale Krise“ bezeichnet. Die Labour-Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Messergewalt innerhalb von zehn Jahren zu halbieren. Trotz einzelner Erfolge – die Zahl der tödlichen Messerattacken sank zuletzt um 18 Prozent – bleibt die Lage angespannt.

Geschrieben von: Florian Jäger

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